Ende Januar findet das sechste Philharmonische Konzert der Saison statt. »Selbstbewusst« lautet dieses Mal das Motto.

Zoltán Kodálys »Tänze aus Galánta«, das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Es-Dur von Franz Liszt, György Ligetis »Concert Românesc« und die Symphonie Nr. 6 D-Dur op. 60 von Antonín Dvořák – das sind die Programmpunkte dieses Konzerts.

Der Pianist Giuseppe Guarrera ist zu Gast, das Orchester dirigiert Markus Huber.

Zum Programm:

Im nordungarischen Galánta verbrachte Zoltán Kodály seine ersten Lebensjahre. Er lernte praktisch als Autodidakt Klavier, Geige, Bratsche und Cello und eiferte bald seinen großen Vorbildern Haydn und Mozart nach. Während des Studiums beschäftigte sich Kodály immer stärker mit den Wurzeln der ungarischen Volksmusik. Die Zigeunerkapelle seiner Jugend in Galánta war der erste »Orchesterklang«, den der junge Kodály hörte und der ihn tief beeindruckte. In seinen Tänzen erweckt er diese Klänge wieder zum Leben.

Franz Liszts erstes Klavierkonzert hat etwas völlig Neuartiges an sich. Es ist mehr eine symphonische Dichtung, mit einem wichtigen und gehaltvollen Orchesterwart. Die konservativen Kreise in der damaligen Kulturszene empfanden das Konzert als Affront. Doch bei aller Neuerung: Man spürt im Klavierpart immer noch das große Vorbild Liszts: den späten Beethoven.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zog Gyorgy Ligeti, wie schon seine beiden Vorbilder Béla Bartók und Zoltán Kodály, über die Dörfer seiner siebenbürgischen Heimat, um die Klänge der Heimat einzufangen. Als Volksliedforscher weitete er seine Kreise noch weiter nach Ungarn und Rumänien aus, wo er schließlich seine Studien am Folklore-Institut in Bukarest weiterführte. Die während dieser Reisen gesammelten Klänge und seine Forschungen inspirierten ihn zur Komposition des Concert Românesc (Rumänisches Konzert), mit dem er seine Liebe zur rumänischen Volksmusik und Kultur zum Ausdruck brachte.

Antonin Dvořaks sechste Symphonie, die als Auftragswerk für die Wiener Philharmoniker entstand, gehört zur sogenannten »Slawischen Periode« in Dvořáks Schaffen, in der der Komponist betont national orientierte Werke schrieb. Das bedeutet nicht, dass diese
Symphonie einem vordergründigen »Folklorismus« verpflichtet wäre. Dvořák bewegt sich vielmehr in einer Tonsprache, die geistig der zweiten Symphonie seines Förderers Brahms nahesteht. Mit dieser verbindet ihn hier die meisterhafte Klarheit in Form, Aufbau und musikalischem Satz.

Besucher können sich eine Stunde vor Konzertbeginn von Insa Pijanka, Intendantin der Südwestdeutschen Philharmonie, im Konzil in das Konzert einführen lassen.

Auch bei diesem Philharmonischen Konzerten kann am ersten der beiden Konzerttage, Freitag, 28. Januar 2022 um 9.30 Uhr im Konstanzer Konzil die Generalprobe besucht werden.

Karten sind beim Stadttheater Konstanz (07531 900 2150), bei der Südwestdeutschen Philharmonie (Mo–Fr 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr) und bei der Tourist-Information am Hauptbahnhof, sowie allen Ortsteilverwaltungen erhältlich. Tickets können auch bequem im Internet gekauft und per print@home ausgedruckt werden unter: HYPERLINK “http://www.philharmonie-konstanz.de/” \t “_blank” www.philharmonie-konstanz.de

Foto: Guiseppe Guarrera © Kaupo Kikkas

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