KUB 2019.02 | Presseinformation

Pünktlich zu Ihrem siebzigsten Geburtstag im Sommer 2019 zeigt Miriam Cahn im Kunsthaus Bregenz ihre erste große institutionelle Einzelausstellung in Österreich. Die Bilder der mehrfachen documenta-Teilnehmerin sind ebenso bedrückend wie einnehmend.

In Pastell oder Kohle zeigt sie Figuren oft formatfüllend in leeren, kaum definierten Umräumen. Die Gesichter sind schattenhaft reduziert, Augen und Münder nur Schemen. Die Körper, meist nackt, wirken verloren und geisterhaft, als würden sie von einem fluoreszierenden Licht erhellt. Selten agieren sie, dann mit verstörend vereinfachten, manchmal auch heftigen Gesten. Einsamkeit, Sexualität, Liebe, Gewalt oder Zerstörung sind die Themen.

Die Schweizer Künstlerin ist von der Performancekunst der 1970er Jahre, der feministischen Kunst und der Friedensbewegung geprägt. Ihre Figuren dienen der stummen Identifikation, der Anteilnahme, dem Aufruf. Zuweilen zeigt sie die Berglandschaft des Oberengadins in schroffen Horizonten, übermächtig und erhaben. Und doch nehmen sich ihre Linien wie Stellvertreter des Menschlichen aus…

Foto: Miriam Cahn_schön, 2016_Foto Markus Tretter, Kunsthaus Bregenz

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