SPANIEN: Pilgertagebuch Jacobsweg - Route Süd-Nord - Via de la Plata
15.07.2011

SPANIEN: Pilgertagebuch Jacobsweg - Route Süd-Nord - Via de la Plata

In eigener Sache: Täglich kommen auf dem Pilger-Blog von Ferry aus Singen/Hohentwiel neue Nachrichten und Bilder dazu – deshalb werden wir das Pilgertagebuch ständig oben auf dem 2./3. Platz halten - damit die vielen TV3-Leser, die interessiert mitlesen, die Beiträge nicht lange suchen müssen....

TV3 wird den Pilgerweg von Ferry aus Singen begleiten und seine Original-Fotos hier online stellen - jeweils mit einem kleinen erläuternden Text...

Ferry ist gestern in Sevilla gestartet und wird sich die Süd-Nord-Route, die Via de la Plata, nach Santiago de Compostela erwandern - das sind mehr als 1000 Kilometer bei brütender spanischer Hitze!

Nicht jeder kommt ans Ziel - aber für alle, die es versuchen, ist der Jakobsweg Herausforderung und Motivation zugleich.

Ferry: "Es wird immer wieder die Frage nach dem Warum gestellt.
Warum tut man sich das an, dieses Wechselbad der Gefühle, Euphorie, Niedergeschlagenheit, Angst, Hunger, Durst, totale Erschöpfung.
Für all die Strapazen wird man belohnt und entschädigt, wenn man es als ehrlicher Pilger geschafft hat und vor der Kathetrale in Santiago de Compostela steht. Man ist überwältigt und emotional in einem Rausch der Gefühle.

Es gibt unterschiedliche Motivationen sich auf den Pilgerweg zu begeben. Ich kann nur für mich sprechen. Ich verstehe das Pilgern als einzigartige, gesamtheitliche Lebensweise die sich in unterschiedlichen Prägungen und Motiven darstellt und zu einer Lebensphilosophie wird. Das hat auch mit dem Respekt vor der Schöpfung und Bewahren der Natur zu tun. Pilger sind in ihrem Handeln und Denken wie Süchtige, sie werden zurück nach Hause auf den Weg gerufen."

Ankunft in Sevilla - die gotische Kathedrale ist eine der größten Kirchen der Welt - Ferry hat sie uns als Testbild geschickt. Morgen früh geht es los....


















 














Bild, vor dem Königspalast Reales Alcazares.

"Sevilla es una maravilla -
Sevilla ist wunderbar."


16.05.2011: Etappe 1 - Sevilla nach Guillena 23 km. Bericht folgt.

17.05.2011 - Etappe 1: "Start um 6 Uhr 30, zunächst durchwandere ich fade, langweilige Industrievororte. Highlight Santiponce, eine sehr bedeutsame Römerstadt in Italica 53 n. Chr. Das Bild zeigt das gewaltige Amphitheater (für 25.000 Personen). Man kann sich richtig ausmalen, wie es war, wenn die Gladiatoren die Arena betraten und vor enthusiastisch schreienden Zuschauern mit dem Gemetzel begannen.



Der weitere Weg nach Guillena führte über endlose Schotterpisten. Ein Vorgeschmack auf heiße Tage - ca. 35 Grad. Man merkt, daß die Via de la Plata (Mozarabischer Jacobsweg) nicht so stark frequentiert wird. Mir begegnete nur ein Pilgerpaar.
Ich freue mich auf ein cervezo (Bier) - und einen buen camino (guten Jakobsweg) - bis morgen..."
Peregrino Francesco


18.05.2011 - Etappe 2: Guillena - Castilblanco de los Arroyos -
19 km - "Liebe TV3-News Leser, ich hoffe, dass Sie täglich die TV3-News öffnen und meine authentischen Berichte mit großem Interesse verfolgen. Da der heutige Tag nicht all zu viel hergab, hier einige Dinge, die zum täglichen Pilgerleben dazugehören. Thema "vom Weg lernen". Wer nicht früh aufsteht, der leidet gnadenlos unter der sengenden Hitze. Dehydrieren, Kollaps ect. können die Folge sein. Außerdem, wer früh losläuft, erspart sich das Missgeschick, vor einer ausgebuchten Albergo zu stehen. Die Schlafplätze in den Zimmern, Schlafsäle werden nach dem Eintreffen der Pilger vergeben. Wer zu spät kommt kann, obwohl wahrscheinlich schon todmüde, weiterlaufen. Das ist wirklich nicht lustig."  



Castilblanco de lo Arroyos, Zielort der heutigen Etappe, ein typisches  andalusisches Dorf mit 6000 Einwohnern.
Pilger Franciscum, Buen Camino


19.05.11 - Etappe 3: Castilblanco de los Arroyos - Almaden de la Plata
Liebe TV3 - Leser, Man kann sich die Albergo nicht immer aussuchen, da es nur eine am Ort gibt. Mit der letzten hatte ich ausgesprochen Pech. Die sanitären Anlagen waren sehr ungepflegt, das Wasser vom undichten Boiler wurde mit einem Eimer aufgefangen, vom Spiegel war nur noch der Rahmen vorhanden. Die Schlafräume waren vom Mauerpilz befallen. Keine Wahl, Augen zu und durch. Ja, heute bin ich um 6 Uhr 45 losmaschiert. Glück gehabt, bedeckter Himmel, die Temperaturen waren erträglich. Die Hammeretappe 30 km, leider immer an der Strasse entlang. Der Verkehr nervte. Weitestgehend unbewohnte Landschaft, gelegendlich ein Landgut, keine Menschenseele. Glücklich um 13.30 Uhr an der Albergo gelandet. Müde, nur noch schlafen. Vom Camino lernen: Sich gut organisieren!
Von der Via del la Plata euer Peregrino Francesco



Plaza in Almaden de la Plata

TV3 an Ferry: Gepflegte Plaza, sind das Weihnachtssterne, die roten Blumen? Aber der Himmel sieht düster aus - fast wie Weltuntergang. Gab es wolkenbruchartigen Regen?? (ro)


20.05.11 - Etappe 4: Almaden del la Plata - Monesterio, 36 km.
Eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend, steile Aufstiege, endlos lange schöne gepflegte Schotterwege. Diese Etappe verlangt mir alles ab, grenz-wertig. Unterwegs schon befällt mich Unwohlsein, Übelkeit. Ob ich wohl das Wasser aus dem Brunnen besser nicht getrunken, oder das Schinken-Käsebrot in der schmuddeligen Kneippe besser nicht gegessen hätte? Auf jeden Fall musste ich mich im Hostel mehrmals übergeben. Naja, ich hoffe, dass ich das schnell überwunden habe und wieder weiterlaufen kann.
Lerne vom Weg: Sei kritisch mit dem, was dir angeboten wird.
Buoen Camino.



Burgruine bei El Real de la Jara Diente: im Mittelalter wohl als eine Art Mautstelle für vorbeiziehende Händler.

Ferry an TV3: Bild von gestern. Natürich keine Weihnachtssterne sondern Rosen. Die schwarze Wand im Hintergrund, ein aufziehendes Gewitter.

TV3 an Ferry: Muchas Gracias, Ferry.... und gute Besserung dir von allen Online-Lesern! Hasta manana... (ro)


21.05.11 - Etappe 5: Monesterio - Zafra, 46 km
Liebe TV3-Leser, ich hatte darüber berichtet, dass es mir infolge der Aufnahme von unsauberen Wasser oder auch Essen richtig schlecht ging. Ich wollte in diesem abgewirtschaften Hostel nicht länger bleiben. Da es mir noch immer sehr schlecht ging und ich noch völlig entkräftet war, beschloss ich, mit dem Bus nach Zafra zu fahren und mich zu erholen. Tatsächlich, gegen Abend konnte ich wieder etwas feste Nahrung aufnehmen, die Kräfte und der Wille kamen zurück. Hoffnung, dass die nächste Etappe wieder normal läuft.
Vom Weg lernen: Gehe deinen Weg und gib nicht so schnell auf.



Dieses Bild möchte ich noch nachreichen. Das sind die berühmten schwarzen iberischen Schweine, die in den Bergen der Sierra Norte de Sevilla gehalten werden. Die Schweine leben auf Weiden und in Wäldern, ernähren sich überwiegend von den Eicheln der Steineiche. Die Schweine sind wegen der extensiven freien Haltung relativ klein und mager. Die schwarze Farbe kommt durch die Steineicheln.
Hasta luego. Euer Peregrino Franciscum von der Via del la Plata

TV3 an Ferry: Freue mich, wenn es dir wieder besser geht!! Mucha suerte!


22.05.21 - 6. Etappe: Zafra - Villafranca de los barros, 21 km
Diese Etappe bin ich mit 2 Spaniern gelaufen. So wie die gelaufen sind, glaube ich, dass die auf der Flucht waren. Ich bin ja auch ehrgeizig, aber so etwas muß man sich ja wirklich nicht antun. Im Zielort Villafranca angekommen, man regelt das mit der Übernachtung/Albergo immer zuerst, schöne Überraschung: Albergo hat zu. Es folgt eine Odyssee durch Villafranca, die Spanier schicken mich zu privaten Pensionen, die es überhaupt nicht gibt. Ziemlich gefrustet beschließe ich, in ein 3 Sterne Hotel an der Plaza zu gehen. Welch ein  Luxus (schönes Bad, großes Bett, Klimaanlage) - egal € 30, das gönne ich mir.
Vom Weg lernen: glaube keinem Spanier, wenn er dir ein schönes Zimmer verspricht.

Leider gab es heute kein Bildmotiv, das es gelohnt hätte zu übermitteln.

Liebe TV3-Leser, liebe Rosi, vielen Dank auch für die Anteilnahme und Sorge um meine Gesundheit. Eure guten Wünsche zur schnellen Genesung haben geholfen. Es geht mir wieder gut.
Hasta luego. Euer Peregrino Fraciscum von der Via de la Plata


23.05.11 - 7. Etappe: Villafranca de los Barros - Torremegia
28 km.                   
Liebe TV3-Leser, glauben Sie mir bitte, ich habe auf meinen Pilgerwegen schon einige Extremsituationen erlebt. Diese Etappe war von der physischen Belastung her, insbesondere wegen der extremen Hitze, grenzwertig. Stellen Sie sich vor, 28 km schnurgerade und eben. Eine Schotterstrasse, rechts Reben, links Reben, kein Haus, kein schattenspendender Baum, kein Rastplatz. Geschätzte Temperatur ca. 38 Grad, ab und zu fährt ein Bauer mit Spritzmittel vorbei. Habe nur 2 auf dem Ackerboden sitzende Pilger gesehen.  Pilgern hat schon was? Wenn ich nicht wüsste, dass wieder bessere Tage kommen, würde ich sagen "vergiss es". Habe wie schon häufig in solchen Situationen Selbstzweifel, aber ich bin mir sicher, morgen ist alles wieder gut.              
Lerne vom Weg: du wächst mit deiner Aufgabe.



Die Extrematura.
Mein Rucksack auf einem Camino Orientierungsstein
Hasta luego, es grüsst Sie Ihr Peregrino Franciscum
Von der Via del la Plata


24.05.11 - 8. Etappe: Torremegia - Merida
17 km.
Liebe TV3-Leser, gemessen an dem was ich bei den letzten Etappen so alles aushalten musste, war das heute Kindergeburtstag. Ist ja auch mal schön. Das Etappenziel war Merida, das ist die Hauptstadt der Extrematura. Eine klangvolle römische Geschichte, allgegenwärtig in dieser Stadt.



Das Bild zeigt das alte römische Theater. Es wurde 20 v. Chr. unter Agripa, dem Schwiegersohn des Kaisers Augustus, erbaut.
Vom Weg (Spaniern) lernen: Supergetränk für heisse Tage: hohes Glas, halb mit Rotwein füllen, auffüllen mit Zitronen- oder Lemonlimo (nach Geschmack) dann viel Eis auffüllen. Herrlich erfrischend und durststillend, einfach mal probieren.
Hasta manana!
Euer Peregrino Franciscum von der Via del la Plata

25.05.11 - 9. Etappe: Meride - Aljucen
16 km.                                                
Liebe TV3 - Leser, was ist passiert, was war los? Heute mußte ein italienischer  Pilger aus Turin, der ebenfalls in Sevilla gestartet war, aufgeben und nachhause fahren. Er hatte ein total geschwollenes Sprunggelenk am linken Fuß. Einem anderen Pilger aus Berlin wurden, während er beim Duschen war, € 400 geklaut. Dann schlief über mir im Etagenbett ein Pilger, der tyrannisierte mit seinem Hardcore-Schnarchen die gesamte Albergo. Total genervt weckte ich ihn auf und erklärte ihm, daß er wie eine Wildsau grunze und er solle sich mal drehen oder vor die Türe gehen. Das zeigte Wirkung, es wurde es tatsächlich ruhiger.                               



Gleich nach dem Verlassen von Meride ein wunderbares Bild: Das Aquädukt Los Milagros. Dieses Aquädukt stammt aus der Römerzeit. Also schon vor über 2000 Jahren versorgten die Römer die Stadt Meride mit Wasser von dem nahegelegenen Stausee Proserpina. Die Staumauer aus der besagten Zeitepoche und ist heute noch voll funktionsfähig.

Nachgetragen: Das Ihnen gestern empfohlene erfrischende Getränk hat natürlich auch einen Namen, die Spanier sagen "Tinto Verano" übersetzt "Sommerwein" dazu. Hasta manana.
Ihr Peregrino Franciscum von der Via del la Plata


26.05.11 - 10. Etappe: Alujucen - Alcuescar, 20 km
Liebe TV3-Leser, der heutige Tag versprach ein guter Tag zu werden. Das erst mal ohne dass die Beine schon beim Start weh taten. Man gewöhnt sich langsam an die extremen Belastungen. Es geht zunächst ein relativ kurzes Stück der Landstraße entlang, bis der Weg dann in ein schönes Naturschutzgebiet einbiegt. Nach ca 2 h Laufzeit verfehle ich eine Wegmarkierung und laufe ca. 2 km in die falsche Richtung. Es hilft nichts, ich muß zurück zur Weggabelung. Ich ärgere mich, daß ich nicht aufgepaßt habe, 4 km umsonst. Um 11 Uhr 30 treffe ich in der Herberge ein. Ein Kloster der Brüder von Maria und den Armen. Dieser Orden kümmert sich um Arme, Kranke und nimmt auch Pilger auf.  Ja heute Abend muß ich in die Kirche und dann gibt es auch noch ein Abendessen. Ich hoffe eine Schwester deckt mich auch noch zu. Sorry, hier gibt es keine Schwestern.
Lerne vom Weg:
Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen.



Eingang Albergo Kloster Alcuescar.
Hasta manana - Euer Peregrino Franciscum von der "Via del la Plata"


27.05.11 - 11. Etappe: Alcuescar - Aldea del Cano 15 km
Liebe TV3-Leser, die Nacht im Kloster habe ich gut überstanden, auch die Patres blieben in ihren Zellen. Keiner verlief sich in den Schlafsaal. Ja die Etappen-Aufteilung in den nächsten Tagen wird etwas schwierig. Die Schlafgelegenheiten sind rar, so kommt es, dass ich heute eine relativ kurze Etappe hatte (15 km). Die kommenden Tage aber kommt es knüppelhart.
Der heutige Tag war klimatisch sehr angenehm. Die Temperaturen waren im erträglichen Rahmen. Unterwegs holt einen die römische Geschichte wieder ein. Ein meditativer Ort, ein römischer Meilenstein. Ansonsten hat mir Silvia aus Turin, unterwegs mit ihrem Mann wunderbare Spaghetti mit  gemacht. Naja, ein bischen versalzen waren sie schon, die Spaghetti. Egal, der Rotwein für 1 €  die Flasche hat alles herausgerissen.      

Vom Weg lernen: Nicht alles was teuer ist ist gut. Man kann auch  mit wenig Geld ein zufriedener Mensch sein.



Der Römische Meilenstein gibt die Atmosphäre der Via del la Plata wieder. Man berührt diesen Stein und lässt im Geiste die Geschichte an sich vorbeiziehen.
Hasta mañana

Euer Peregrino Franciscum von der "Via del la Plata"


28.05.11 – 12. Etappe: Aldea del Cano - Valdesalor - Caceres - Casar de Caceres 35 km. Reine Laufzeit 7 h.                         
Wegen der fehlenden Übernachtungsmöglichkeiten musste ich 3 Etappen zusammenfassen. Das war ziemlich happig. Beine und Rucksack wurden immer schwerer und es lag noch so viel Weg vor mir. Natürlich darf man sich Caceres nicht entgehen lassen. Eine historische Altstadt, die Kathedrale usw., 2 Stunden Sightseeing-Tour.  



Das Foto ist in der Altstadt von Caceres entstanden.
Bin sehr müde, jetzt noch die Beine noch etwas pflegen und dann in die Horizontale.
Hasta mañana... Euer Peregrino Franciscum von der "Via del la Plata"


29.05.11 - 13. Etappe: Casar de Caceres - Tajo Stausee
23 km.                         
Liebe TV3-Leser, leider heute Nacht wieder ein spanischer Hardcore-Schnarcher. Es gibt kein Entrinnen, heute Abend läuft der sicherlich wieder in die gleiche Albergo und wahrscheinlich liegt er auch wieder im gleichen Raum und neben mir. Ich bringe ihn um. Die heutige Etappe ging durch eine abwechslungsreiche, reizvolle Landschaft. Weniger prickelnd waren allerdings ca. 8 km auf dem Randstreifen der Nationalstraße. Der Asphalt reflektiert die Sonne stark. Es wird unerträglich heiß. Die Albergo am Tajo-Stausee, ein moderner Bau. Leider sieht man hier,  wie auch bei vielen anderen von der EU finanzierten Projekten hier in Spanien, daß die Bauqualität sehr schlecht ist. Ich vermute, daß sich einige Amigos auch hier wieder die Taschen gefüllt haben. Mehr EU-Qualitätskontrollen wären angesichts der klammen Kassen unbedingt erforderlich. Es sind auch unsere Steuergelder, die verbraten werden.
Die "Via del la Plata" ist Welt-Kulturerbe.



Römische Meilensteine auf dem Weg zum Tajo-Stausee. Es sieht so aus, als hätten die Römer ihr Transportfahrzeug hier umgeworfen. Übrigens, die Römer hatten korrekte Längenmaße. Z. B.  die Meile das "miliam passuum", das waren 1480 m. Morgen gehts weiter, ich werde etwas über nervige Mitpilger schreiben.  
Hasta manana
Euer Peregrino Franciscum von der "Via del la Plata"


30.05.11 - 14. Etappe: Tajo-Stausee - Canaveral - Grimaldo - Plasencia - Olivia de Plasencia
Liebe TV3-Leser, die Etappe begann im Nieselregen, das legte sich bald, die Temperaturen waren recht angenehm. Nach dem Durchqueren eines riesigen Korkeichenwaldes kam ich um die Mittagzeit im geplanten Etappenziel an. Die Albergo dort machte einen so schlechten Eindruck, dass ich mich entschloss weiterzugehen. Allerdings wären das dann nochmals 20 km gewesen. Zwischenzeitlich setzte auch noch wolkenbruchartiger Regen ein. Ein gerade stoppender Bus beschleunigte meinen spontanen Entschluss, bis nach Plasencia zu fahren. Von Placencia lief ich dann die 11 km nach Olivia de Plasencia und fand dort auch eine schöne Herberge.      
Thema "nervige Pilger". Diese Spezies spricht meist deine Sprache. Sie zeichnet sich durch permanente Besserwisserei aus und frißt km ohne Ende. Gott sei Dank kann man sich schnell abseilen.             



Das Bild zeigt die Kirche von Olivia de Plasencia. Auf dem Turm und Dach drei Storchenpaare. Die extensive Bewirtschaftungsweise und flächenmässige Weite des Landes kommt den Störchen sehr entgegen. Sie finden ausreichend Nahrung und werden geschützt.
Hasta mañana...
Ihr Peregrino Franciscum von "Via del la Plata"


31.05.11 - 15. Etappe: Olivia de Plasencia -  Aldeanueva del Camino
27 km.                                            
Liebe TV3-Leser, Sie begleiten mich nun bereits 14 Tage auf der Via de la Plata. Zwischenzeitlich habe ich über 400 km zurückgelegt.  Noch in dieser Woche möchte ich Salamanca erreichen. Ich möchte mich heute schon mal recht herzlich bei den TV3 Lesern bedanken, die meine Bericht verfolgen. Ja, heute war eine große Etappe an gesagt. Ich möchte Sie liebe Leser, an dieser Stelle auch einmal informieren, wie das auf den Etappen mit der Orientierung funktioniert. Grundlage ist zunächst der Outdoor Führer Via de la Plata. Zudem bringen die Jakobsbruderschaften Schilder und Markierungen entlang des Weges an. Trotzdem passiert es immer wieder, dass man sich verläuft.



Das heutig Highlight war das alte aus der Römerzeit (74 v Chr.) stammende Stadttor der Stadt Caparra. Erstaunlich,  der relativ gute Zustand des Stadttores. Welch eine Geschichte.
Bin ziemlich fertig heute, naja das läuft wie meistens, morgen früh ist alles wieder ok. Das war s für heute.
Hasta manana.
Euer Peregrino Franciscum von der Via de la Plata


01.06.11 - 16. Etappe: Aldeanueva del Camino-Bonos de Montemayor-Calzada de Bejar-Fuenterroble de Salvatierra
44 km.                                
Liebe TV3-Leser, das war nicht so geplant, das hat sich unterwegs einfach so ergeben. Beim Start um 7 Uhr in Aldeanueva herrschte ein eisiger Wind. Es ging auf über 1000 m Höhe. Im Hintergrund die Berge mit Schneeresten. Um die Mittagszeit, in einem gottverlassen Nest traf ich noch einige Pilger. Wir beratschlagten, was wir machen, und beschlossen, schell weg hier. Das bedeutete aber, nochmals 23 km, obwohl man eigentlich schon genug hatte. Und jetzt begann die Leidenszeit, es tat wieder weh und immer wieder die Frage warum tust du dir das an. Ich laufe alleine, stundenlang, kein Mensch weit und breit.
Um 17 Uhr treffe ich an der Albergo ein. Die Albergo ist neben dem Pfarrhaus, Pfarrer Don Blas kümmert sich um alles. Er hat ein besondere Beziehung zu den Pilgern. Es gibt eine Pilgermesse, anschließend läd er zum Essen ein. Ich bin gerührt und beeindruckt von diesem Menschen. Meine Schmerzen sind weg.
Noch etwas: unterwegs wurde ein Pilger aus Italien von einem Pittbull gebissen. Polizei, Krankenhaus ect. - Riesenaufstand.



Ein Blick hinter die Kulissen: So schlafen die Pilger, das ist aber die Luxusausführung.                               
Hasta manana.
Euer Peregrino Franciscum von der Via del la Plata


02.06.11 - 17. Etappe: Fuenterroble de Salvatiera - San Pedro de Rozadas, 29 km.
Liebe TV3-Leser, beim Start in Salvatiera blies wieder ein eiskalter Wind. Man mußte sich richtig warm anziehen. Es ging zügig voran, abwechslungsreiches Gelände, riesige Flächen (Weideland) vollständig unbewohnt. Kein Mensch ist mir den ganzen Tag begegnet. Auch nicht jedermanns Sache. Eine Wegmarkierung habe ich übersehen. Das hatte zur Folge, daß ich etwa 10 km Umweg machte, bis ich wieder auf den Camino zurück fand. Habe mich über meine Unachtsamkeit sehr geärgert. Unterwegs ein riesiges Landgut auf dem Torros  für den Stierkampf gezüchtet werden. Dieses Gemetzel (Tierquälerei) läuft im spanischen Fernsehen zur besten Sendezeit. Ein guter Torro soll um die € 25 000 kosten.



Ein Bild aus Caceres. Mit diesen Typen aus dem Mittelalter stehe ich natürlich nicht im Bunde. Morgen gehts nach Salamanca, ich freue mich drauf.
Euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata".

TV3 an Ferry: Du bist zum Glück von keinem wütenden Pitbull gebissen worden – wir alle hier haben schon gezittert!!! Hübsches Bild, du und die dunklen Gesellen - trotz aller Widrigkeiten machst du einen entspannten Eindruck...! Salamanca wird bestimmt ein Höhepunkt... Buenas Noches.


03.06.11 - 18. Etappe:  San Petro de Rozados - Salamanca 25 km            Liebe TV3-Leser, diese Etappe war mehr oder weniger ereignislos. Dass man so wenige Leute auf dem Weg trifft, hat in erster Linie damit zu tun, dass dieser Weg wirklich sehr schwer ist. Diesen Weg liefen 2010 nur 15.000 Pilger. Zurück zum Etappenziel Salamanca. Eine wunderschöne alte Universitätsstadt. Beeindruckende Architektur, die Kathetrale, das Muschelmuseum und die schönste Plaza in ganz Spanien.



Plaza Mayor Salamanca. Hier spielt sich das Leben ab. Sehr viele junge Leute (Studenten), die Innenstadt total voll, shopping, flanieren.

Ja, liebe Rosi noch etwas wegen der Hunde: Da kleine Pilger auch mal ihre Notdurft verrichten müssen, es war sehr dringend, hatte ich mich neben dem Weg in die Büsche geschlagen. Kaum hatte ich die Hose heruntergelassen, stand plötzlich ein knurrender, zähnefletschender Köter vor mir. In meiner Not, die Hose auf Halbmast, versuchte ich eilig eines Astes habhaft zu werden, um das aggressive Vieh zu vertreiben. Das gelang mir dann auch, aber von wegen, in aller Ruhe mal ....... gehen, das war wohl nichts.

Das wars für heute. Hasta mañana!
Euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"

TV3 an Ferry: Puhhh.... das ist ja nochmal gut gegangen.... !!


04.06.11 - 19. Etappe: Salamanca - El Cubo de la Tierra del Vino
37 km.
Liebe TV3-Leser, auch bei dieser Etappe gab wenig spektakuläres. 37 km sind hart, man muss immer auf die Zähne beissen.  



Habe dieses Bild ausgewählt, weil die beiden Eingänge doch etwas zum Schmunzeln anregen. Also der linke Eingang ist der zur Albergo, der rechte Eingang ist der zum kommunalen Leichenschauhaus. Kann sein, dass da mancher Pilger wie eine Leiche ankommt. Mir ging es in der Albergo aber recht gut. Morgen nochmals eine grössere Etappe nach Zamorra.

Hasta mañana!
Euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"


05.06.11 - 20. Etappe: El Cubo de la Terra del Vino - Zamora
32 km.           
Liebe TV3-Leser, irgendwie läuft es heute nicht so rund. Der Weg ist nicht besonders schwierig, dennoch verspüre ich am rechten Schienbein einen Schmerz. Ich denke mir, bloss nicht wieder eine Knochenhautentzündung, mit der ich schon einmal 2009 auf dem französischen Camino die letzten Tage vor Erreichen des Ziels Santiago de Compostela zu tun hatte. Schon vor Erreichen des Etappenziels beschloss ich, mir einen Tag Auszeit zur Erholung zu gönnen. Eine schöne Herberge und viele Sehenswürdigkeiten in der Stadt Zamora, werden mir diese Entscheidung erleichtern.                                               



Zamora Kathedrale und Festung, im Vordergrund der Fluss Rio Duero. Hoffentlich morgen wieder in alter Frische.
Hasta mañana. Euer Pregrino von der "Via de la Plata".

TV3 an Ferry: Schönes Bild! Viel besser, als das in Wikipedia.... das machen die wunderschönen weißen Wolken aus.... ja, mach mal Pause!! Wir hier drücken dir die Daumen !!


06.06.11 Ruhetag.
Liebe TV3-Leser, wie bereits angekündigt, habe ich in Zamora einen Ruhetag eingelegt. Das hat mir gut getan. Mit entzündungshemmenden Gel und ohne Belastung, scheint mein Bein wieder in Ordnung zu sein. Auch hatte ich genügend Zeit, mir die Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe anzusehen.



Auf dem Bild zu sehen, Zamora - Santiago de Compostela 377 km. Ich freue mich es schon so weit geschafft zu haben. Ich kenne viele, die bereit aufgeben mußten.

Hasta manana. Ihr Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"


07.06.11 - 21. Etappe: Zamora - Tabara (N 631) 39 km.
Liebe TV3-Leser, ich laufe wieder alleine. Es gibt da noch eine Gruppe mit 4 deutschen Pilgern. Ein Alphatier vorne, drei hinterher. Nicht mein Fall. Der erste Streckenabschnitt war, abgesehen von dem einsetzenden Regen, ganz OK. Der 2. Teil von Montamarta nach Tabara ausgesprochen ätzend. Es ging ca. 25 km immer auf der N 631 entlang. Hier hatte ich auf den Rat eines spanischen Pilgers gehört, der das als besonders klugen Schachzug einstufte. Wie gesagt, es war nur ätzend und zudem auch noch gefährlich, da auf der Straße der Randstreifen fehlte. Abhaken.                   



Bild zeigt die Iglesia von Tabara. Das übliche Storchennest darf nicht fehlen.           
Das wärs für heute, hasta manana.
Euer Peregrino von der "Via de la Plata"


08.06.11 - 22. Etappe: Tabara - Santa Croya de Tera
23 km.
Liebe TV3-Leser, entgegen sonstiger Wetterverhältnisse um diese Jahrezeit, ist es hier derzeit ausgesprochen kalt. Mittags steigen die Temperaturen auf angenehme Werte. Für Pilger sehr angenehm. Die Etappe war dann auch relativ schnell geschafft, um 11 Uhr 30 an der Herberge Casa Anita (Privatherberge). Alles schön sauber, 8 Stockbetten in einem Raum. Ich versuche immer unten schlafen zu können. Habe Angst, nachts mal im Schlaf herunterzufliegen. Das ganze kostet € 10, wenn man will kann man am Pilgermenü (mit Wein) teilnehmen  € 9. Werde ich heute mal machen.



Dieses Bild ist eine ausgesprochene Besonderheit. Es zeigt die älteste St. Jakobs Figur die es gibt aus dem 11. Jahrhundert. Die Figur befindet sich auf der linken Seite des hinteren Kirchentoreingangs der Kirche Santa Marta in Santa Marta de Tera. St. Jakobus ist die Symbolfigur für die gesamte Pilgerbewegung.

So viel für heute, hasta manana.
Es grüßt euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata".

09.06.2011 - 23. Etappe: Santa Croya de Tera - Rionegro del Puente
28 km.              
Liebe TV3-Leser, schon früh machte ich mich heute auf den Weg (6 Uhr 30). Die äusseren Bedingungen waren hervorragend, bewölkt, Temperatur ca 20 Grad. Da ich heute super schnell unterwegs bin, laufe ich zunächst auf Heidi (deine welt  sind.......), dann auf Ian aus Trinidad, Niño und Petro aus Italien  auf. Heute gehts richtig ab, die laufen alle mit, das macht richtig Spass. Wir passieren einige kleine Dörfer, gerne würden wir einen Kaffee trinken, weit und breit keine Gelegenheit. Dann eine Kaffeetasse an einen Mast gemalt, Pfeil nach links. Ein Tor, Innenhof ein Tisch, Tassen, Kaffeemaschine. Super, endlich ein Kaffee. Eine Frau kommt, spricht sogar etwas deutsch, bereitet den Kaffee. Ihr Mann im Hintergrund, baut ein Gebäudeteil aus. Das soll in ein paar Monaten als Albergo genutzt werden. Dieses Ehepaar stammt aus Südafrika und baut sich hier am Camino eine Existenz auf. Übrigens, die Arbeitslosigkeit in Spanien ist sehr hoch, dürfte bei ca 28% liegen. Betroffen sind viele junge Menschen, ein Problem. Um ca 12 Uhr treffen wir in der Herberge ein. Ausgesprochen schön gemacht. Duschen, Wäsche waschen, schlafen. Man schläft nach solch einem Weg wie ein Murmeltier.



Bild zeigt die Iglesia von Rionegro del Puente. Gleich daneben die schöne Herberge.
Das wärs für heute, hasta mañana...
Es grüsst euer Pelegrino Franciscum von der "Via de la Plata"


10.06.11 - 24. Etappe: Rionegro - Asturianos,
26 km.
Liebe TV3-Leser, hatte mich wieder früh auf den Weg gemacht, das Wetter sah gut aus, aber zumindest in den Morgenstunden ist es bitter kalt. Meist ohne Frühstück, eine Kleinigkeit hat man im Rucksack. Wegen Überschwemmung oder auch Straßenbau, gibt es einige Umleitungen auf dem Weg. Ich passiere einige Dörfer und denke mir, wie kann man da nur wohnen bzw. leben. Habe gehört, daß man in Spanien ganze Dörfer, die die Menschen verlassen haben, kaufen kann. Na ja, ich bin ja nur als Pilger unterwegs und ziehe schnell weiter. Mittags komme ich in Asturianos an. Muß man sich nicht merken, eine Bar, Kirche und ein Paar Häuser drumrum. Zum Kaufen gibt es auch nichts. Schlafe in einer Sporthalle mit 6 Betten, wer später kommt wird abgewiesen oder schläft auf dem Boden. Gott sei Dank, morgen schnell wieder weg hier. Das wärs für heute. Hasta manana....



Das Bild zeigt die Iglesia von Asturianos.
Es grüßt euch Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"


11.06.11 - 25. Etappe: Asturianos - Requejo 27 km
Liebe TV3-Leser, wie angekündigt, habe den Ort a. A. der Welt in den frühen Morgenstunden verlassen und bin auf der N525 nach Puebla de Sanabria gelaufen. Ortseingang Puebla de Sanabria großes Pilger-Hotel, davor hektisches Treiben, Pilger mit kleinen Rucksäcken und ein Bus. Hier werden die Pilger mit organisierten Pilgerreisen zum Einsatzort gefahren und dann auch wieder abgeholt und wieder ins Hotel gefahren. Ja wem das gefällt!

Puebla de Sanabria hat eine schöne Burg, habe ich mir angesehen. Dann ging es weiter, noch etwa 14 km nach Requejo, das liegt etwa 1 000 m hoch. Habe eine schöne Herberge gefunden (Casa Cervino). Bin alleine in einem großen Schlafsaal. Alles schön sauber, der Kühlschrank ist auch gut gefüllt. Heute Nacht mal ganz ohne Schnarcher, himmlisch. Morgen heißt es fit sein. Es geht über den Pardonelo-Pass.                              



Dieses Bild zeigt einen Wegabschnitt von heute, da hätte man Gummistiefel brauchen können!

Das war´s für heute, hasta manana.
Es grüßt euch Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"


12.06.11 - 26. Etappe: Requejo - Lubian, 20 km.                                        Liebe TV3-Leser, heute richtig gut ausgeschlafen (alleine im Schlafsaal) ging es Richtung Pardonelo-Pass. Halb so schlimm, Pilgerehre, dass ich die alte Camino-Route über den Pass und nicht die Abkürzung durch den Tunnel (Autostraße) genommen habe. Ist etwas länger und 100 Höhenmeter mehr. Dann in Richtung Lubian, ein Bach und der Camino, steil abfallend, nehmen den gleichen Verlauf. Hier heisst es springen, wenn man trockenen Fusses durchkommen will. Sonst eigendlich nichts spektakuläres. Doch, hätte ich fast vergessen. Das nachfolgende Bild, auf der Strasse eine Schlange.



Habe das Bild dem Barbesitzer gezeigt, bei dem ich einkehrte. Das war ein Otter, Länge etwa 1,30. Deren Biss ist absolut tötlich, wenn nicht innerhalb von 2 Stunden ein Gegengift gespritzt wird. Glück gehabt.

Das wars für heute, hasta mañana...
Ihr Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"


13.06.11 - 27. Etappe: Lubian - A Gudina
Liebe TV3-Leser, habe mich schon gewundert, kurz nach 5 Uhr morgens graschpelte es schon im Nachbar-Stockbett. Ich sage mal das "Wiesele" (69,  läuft wie ein Wiesel) kann es kaum erwarten, wieder loslaufen zu können. Aufgewacht durch die Geräusche, kann ich auch nicht mehr schlafen und mache mich auf den Weg. Dieser Weg hat es heute in sich. Unweit des Dorfes Lubian geht es erst ins Tal hinunter und dann auf der anderen Seite den
A Conda-Pass hinauf. Das war kein Kindergeburtstag, das war richtig hart. Felsen, Schotter, Bachläufe, Schlamm, das ganze Programm. Komme oben schweissgebadet an, laufe aber gleich weiter, um mich nicht zu erkälten.
Jetzt hätte ich mir einen Kaffee verdient, eins, zwei, drei Dörfer weiter, nichts aber auch garnichts. Kein Wunder, dass es da nicht einmal die Spanier aushalten. Um 12Uhr 30 komme ich in A-Gudina an. Wie gesagt, ganz schön platt.           



Ein Bild aus dem Dorf Lubin, es mutet an wie ein Museumsdorf. Es ist den Bewohnern hoch anzurechnen, dass Sie die alten Häuser restaurieren und erhalten.

Das wärs für heute, hasta mañana.
Euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"...

TV3 an Ferry: Hab genau nachgezählt und auch den einen Ruhetag nicht vergessen - heute war bereits deine 27. Etappe! Wie viele Kilometer bis du denn nun schon gelaufen?? DAS würde unsere Leser sehr interessieren....

Bitte nimm dich vor Schlangen und Pitbulls in Acht....
Viele liebe Grüsse... von allen, die dich kennen und deinen Camino aufmerksam verfolgen.... hab neulich an einem Tag 52 Zugriffe auf dein Pilgertagebuch gehabt.... muchas gracias y buena suerte!!


14.06.11 - 28. Etappe: Guidina - Laza
35 km.
Liebe TV3-Leser, heute mußte ich wieder eine sehr lange Etappe gehen. Nicht weil ich das so toll finde, nein es gibt auf der ganzen Strecke keine nennenswerte Übernachtungsmöglichkeit. Aber man wurde auch belohnt für diese Strapazen. Es ging zunächst immer noch bergauf, bis man auf eine Hochebene (bis auf ca. 1180 m) kam. Dann eröffnete sich einem eine Landschaft, die ist so atemberaubend, daß man es nicht glauben will.



Das eingefügte Bild habe ich heute morgen um 8 Uhr 30 gemacht. Aufsteigender Morgennebel am Stausee bei Venda Teresa. Fantastisch!!                                          
Danach ging es durch kleine Dörfer ca 750 Höhenmeter hinunter nach Laza. Eine Municipal Albergo, sehr schön für € 5.
Das wärs für heute, hasta manana.
Euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata".

Liebe TV3-Leser, ich möchte noch kurz auf die eingegangen Fragen eingehen, z. B. wieviele km ich bisher auf den 28 Etappen zurück gelegt habe. Es sind bis zu heutigen Tage ca. 820 km. Nächste Woche werde ich, wenn alles gut geht, Santiago de Compostela erreichen. Ich freue schon riesig und bin voller Emotionen.

Liebe Rosi, es freut mich sehr, daß der Blog über meine Pilgerreise auf der Via de la Plata so viel Zuspruch findet. Ich hoffe, daß es zum Ende hin noch etwas mehr sein wird....


15.06.2011 - 29. Etappe: Gudina - Xunqueira de Ambia
35 km
Liebe TV3-Leser, heute war ich richtig schlechter Laune. 3 Tage hintereinander einen Pass, der heutige mit etwa 500 m Höhenunterschied, dazu noch die Gesamtlänge der Etappe 35 km, auch kein Pappenstiel. Ich war wieder mal so weit, alles hinzuschmeißen und fragte mich, was habe ich nur verbrochen, daß man mich so schlecht behandelt. Die Antwort kennen Sie schon, zum ein hat mich niemand dazu gezwungen, zum andern werde ich natürlich so kurz vor dem Ziel nicht aufgeben. Wenngleich die letzten Tage Spuren insbesondere am rechten Bein hinterlassen haben. Es zwickt und spannt und schmerzt. Ich hoffe das bekomme ich bis morgen wieder hin. Auf dem Weg nach Vilar de Bario das kleine Dorf Albergaria. Ich hatte davon gelesen, die Bar Rincon de Peregrino.



Ein Attraktion, in der Bar hunderte von Jakobs-Muscheln an der Wand. Hier kann man sich verewigen mit Name, Herkunft, Land und Datum. Habe ich gemacht, mein Name und die Stadt Singen sind jetzt verewigt auf der Via de la Plata.

Phänomene auf der Via de la Plata: Du läufst und läufst endlos geradeaus, Schotterweg, vielleicht 5 km. Du machst in der Ferne einen Pilger aus. du denkst dir den holst du ein, vielleicht die erste Gelegenheit an diesen Tag ein Paar Worte zu wechseln. Plötzlich ist dieses Objekt verschwunden. Es gibt zwei Möglichkeiten, der Weg hat den Pilger verschluckt oder der sitzt im Busch und raucht oder .....

Weiteres Phänomen, du glaubst, du müßtes schon längst am Zielort sein. Du fragst einen Einheimischen, wo ist die Albergo? Er lacht dich an und sagt, du mußt noch 5 km laufen. Lösung: Am Boden zerstört gehst du weiter und denkst dir, nein das ist wirklich nicht Dein Tag.

Das wärs für heute, hasta manana...
Euer Peregrino Franciscum von der Via de la Plata


16.06.11 - 30. Etappe: Xunqueira de Ambia - Ourense
24 km.
Liebe TV3-Leser, es hat sich gestern schon abgezeichnet, Schmerzen, Kochenhautentzündung, Schienbein rechtes Bein. Bin einfach mal losgelaufen, mal sehen wie weit ich komme. Tatsächlich bin ich bis Industriegebiet von Ourense gekommen und habe mich dann auf den Randstein bei einer Bushaltestelle gesetzt. Es dauerte nicht lange, dann hielt ein Van. Ein freundlicher Spanier stieg aus und fragte, ob etwas mit mir sei. Ich erklärte ihm, mit meinem Fuss sei etwas nicht in Ordung. Daraufhin bot er mir an, mich zur Albergo zu fahren. Das nahm ich natürlich an. Diese Hilfsbereitschaft lag daran, dass dieser Mann selber mal Pilger war und ein Herz für Pilger hatte. Fand ich rührend.
Nachmittags humpelte ich dann durch die Altstadt von Ourense. Dann fuhr ich mit einem kleinen Touristenzügle zum Thermalbad hinaus. Wollte die Gelegenheit nutzen und ins Thermalbad (65 Grad) gehen. Im Thermalbad fragte mich ein Spanier in gebrochenem Englisch, ob ich wüsste, wer dieses Thermalbad bezahlt hat. Ich sagte, nein woher auch. Ihr Deutschen und die EU haben es bezahlt. Na toll, dachte ich mir, bei uns macht man Schwimmbäder zu, weil kein Geld da ist und den Spaniern wirft man es hinterher. Unglaublich...



Das Bild zeigt Orense mit der alten Römerbrücke aus dem 13. Jahrhundert über den Fluss Orense.

Das wars für heute, morgen muss ich unbedingt einen Ruhetag einlegen, um die Entzündung am Bein wieder loszuwerden.
Hasta mañana, euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"


17.06.11 - Ruhetag
Liebe TV3-Leser, leider muss ich die aktuelle Berichterstattung aus gesundheitlichen Gründen (Knochenhautentzündung, Schwellung rechtes Bein) nach 900 km kurzfristig unterbrechen. Ich hoffe auf schnelle Genesung. Bald geht es wieder weiter.



Bild zeigt die Kathedrale von Ourense.
Ihr Peregrino Francicum von der "Via de la Plata"


19.06.2011 - 31. Etappe: Ourense - Cea, 25 km                                 
Liebe TV3-Leser,                           
heute morgen habe ich lange überlegt, das Bein, ja das Bein ist noch nicht ganz OK. Aber noch einen Tag herumsitzen und warten, das war mir zu viel. Gestern war ich noch in ein Hostel umgezogen, weil man normaler Weise nur 1 Nacht in der Albergo bleiben kann. Ich sagte mir, mach langsam, dann wird es schon gehen. Zum Warmwerden gab es dann gleich mal wieder einen Pass ca. 3 km lang. Ansonsten ging es relativ kräftesparend durch bewaldetes Gelände. Keine Menschenseele begegnete mir, wie wärs mit Selbstgesprächen? Lieber nicht, am Ende bleibt dir das dann noch. Unterwegs an einem Baum, der Spruch in deutsch: Lerne Tanzen, daß die Engel im Himmel etwas mit dir anfangen können. Naja, man muß  schon mal an später denken. Der Spruch gefällt mir. Um 14 Uhr bin ich an der Albergo, geht doch, trotz Schneckentempo. Habe meine Routinearbeit erledigt und aufs Ohr gehauen, plötzlich im Eingangsbereich der Albergo riesiges Gegackere, wie ein Hühnerhaufen. 8 Frauen mittleren Alters aus Madrid treffen ein. Vielleicht eine Wandergruppe, die die letzten 100 km vor Santiago macht, um sich die Pilgerurkunde abzuholen.



Das Foto zeigt die wunderschöne Albergo von Cea. Das Gebäude ist total aus Granit, davor ein restaurierter galicischer Getreidespeicher.

Das wärs für heute, hasta manana...
Euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"

TV3 an Ferry: Schön, dass es dir wieder besser geht - mach langsam....
Wie weit ist es noch bis Santiago de Compostela??


20.06.2011 - 32. Etappe: Ceo - Castro Dozon,
24 km.
Liebe TV3-Leser, das fing wieder so harmlos an heute morgen. Es gibt 2 Wege um das beabsichtigte Ziel zu erreichen. Ich wollte unbedingt über Oseiro laufen, um dort das berühmte Kloster der Zisterzienser zu besichtigen. Es gab 2 Wegweiser zum gleichen Ort. Ich entschied mich halt für einen. Nachdem ich etwa 1 Stunde gelaufen war und der Name Oseiro auf den Wegweisern nicht mehr auftauchte, wurde ich stutzig. Ich hielt ein Auto an und fragte den Fahrer nach dem Weg. Seinen Augen, Gesten etc. war eindeutig zu entnehmen, , das ist der falsche Weg. Er bot mir an, mich mitzunehmen, was ich dankend annahm. Er fuhr mich zurück nach Cea zu dem Schild, das in die entgegengesetzte Richtung zeigte. Ich kam mir vor wie bei Monopoly, die Karte "zurück auf Start". Also mit etwas Wut im Bauch die 9 km nach Oseiro. Das Kloster, ein komplexer Bau aus dem 12. Jhd., von nüchterner Schönheit. Ich besuchte noch das Sekretäriat (Stempel für die Credenciale) und unterhielt mich noch mit einem Mönch.

Dann ging es weiter und der Weg zog wieder einmal alle Register, die man sich vorstellen kann. Weg steil rauf, Weg steil runter, Weg zugewachsen, Weg wie eine Schotterhalde, Weg total überflutet. Ich sagte zu mir, sieht den keiner, wie ich leide, hat denn keiner Erbarmen mit mir?? Ich glaubte, eine Stimme zu hören, die mir sagte, strenge dich an, gib alles wenn du hast, wenn du Santiago sehen willst. Also gut. In der Albergo angekommen, die Hühner sind auch schon da. Keine Kunst, den kurzen Weg genommen.

Das wars für heute, hasta mañana...
euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"



Das Bild zeigt das Zisterzienser Kloster von Oseiro.

Liebe Rosi, Du hast gefragt, wieviel km noch nach Santiago. Laut meiner Karte  sind es noch 50 km. Also mit heute noch 2 x schlafen, bald geschafft. Vl lb Gr Ferry


21.06.2011 - 33. Etappe: Dozon - Silleda 27 km.             
Liebe TV3-Leser, nachfolgend noch ein Bild von gestern: der Camino zwischen Oseira und Bideiros. Das Ganze mit ca 16 - 17 % Steigung oder Gefälle und Absätzen von ungefähr 1/2 Meter. Dazwischen, zur Abwechslung, auch noch überschwemmtes Gelände.



Heute ging es relativ gemächlich zu und darüber war ich auch sehr froh. Bei Ankunft in Silleda, die Albergo geschlossen. Suchte etwas in der Stadt und fand ein Hotel € 15 schön und sauber. Vor allem heute mal ohne Schnarcher oder sonstige lästigen Nebengeräusch. Ja, die Hühner und das Gegackere bin ich auch los. Noch ein Wort zu den Spaniern, entlang der Via de la Plata. Entgegen dem Französischen Camino, sind die Leute hier sehr nett und hilfsbereit. Wenn du hier in Galicien gefragt wirst, wo du her kommst und du sagst dann Seviila, dann schlägt dir Anerkennung, ja fast schon Bewunderung entgegen. Schliesslich bist du dann schon fast 1000 km durch sehr unterschiedliche Landesteil von Spanien gelaufen und hast einiges mitgemacht.                                  

Das wärs für heute, hasta mañana.
Euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"...


22.06.2011 34. Etappe: Silleda - Outeiro 27 km.                                 
Liebe TV-3 Leser, diese vorletzte Etappe verlief eher langweilig und so ist Sie auch in meinem Guide beschrieben.                                      



Das Bild zeigt die neu Eisenbahnbrücke für Hochgeschwindigkeitszüge (Santiago de Compostela - Salamanca ) über den Fluss Ulla. Im Hintergrund ist noch die alte Brücke zu sehen. Das wars für heute, morgen berichte ich über die Ankunft in Santiago de Compostela und das vorläufige Ende meines sehr, sehr langen und beschwerlichen Pilgerweges auf der Via de la Plata.

Hasta manana. Euer Peregrino Franciscum von der "Via de la Plata"...

23.06.11 - 35. Etappe und Schlußetappe auf der Via de la Plata von
Outeiro - Santiago de Compostela 18 km
Liebe TV-3 Leser, der Start zur Schlußetappe auf der Via de la Plata erfolgte schon früh (6 Uhr 30), um zu verhindern, dass ich in Santiago vor dem Pilgerbüro zu lange in der Schlange stehen muss. Ich lief mit 2 spanischen  Ehepaaren, obwohl es Sprachschwierigkeiten gab, verstanden wir uns prima und hatten viel Spass. Nach etwa 3 Std. Laufzeit waren dann das erste Mal die Türme der Kathedrale sichtbar. Ein Aufschrei, Freude, Emotionen.



Um 10 Uhr war es dann so weit, wir/ich stand auf dem Plaza do Obradoiro vor der Kathedrale. Ich hatte das ja schon einmal mitgemacht, die Gefühle, die Anspannung, die Freude etc. das alles schien auf einmal mit einem durchzugehen. Ich suchte mir ein etwas ruhigeres Plätzchen und versuchte all das, was sich in den Wochen meiner Pilgerschaft in mir aufgestaut und angesammelt hatte, in diesem Moment los zu werden. Was hatte man alles durchgemacht, unerträgliche Hitze, Kälte, Regen, schlechte Unterkünfte, Schnarcher, verdorbener Magen, Schmerzen usw. Das war wirklich eine harte Prüfung.

Nachdem sich meine Emotionen etwas gelegt hatten, ging ich zum Pilgerbüro und holte mir gegen Vorlage der Credenciale (Pilgerpass) meine Pilgerurkunde ab. 12 Uhr dann nochmals ein Höhepunkt, die Pilgermesse. Auch das war wieder so emotional, dass ich Tränen in den Augen hatte. Dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. 6 Diener der Kathedrale nahmen um den riesigen Weihrauchkessel Aufstellung füllten ihn mit Weihrauch, zogen ihn  hoch und schwenkten ihn. Ein eindrucksvolles Schauspiel, das ich nie vergessen werde.



Da ich mein Quartier schon hatte, konnte ich ganz gelöst den Nachmittag genießen. Ich traf immer wieder Weggefährten, die mir irgendwann auf dem langen Weg begegnet waren. Für den Abend hatten meine spanischen Freunde ein typisch galicisches Lokal ausfindig gemacht. Es gab ganz leckere Fischgerichte. Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende und es hieß Abschied nehmen von Freunden, die man wahrscheinlich nicht mehr sieht.


Bild zeigt die Kathedrale von Santiago de Compostela


Liebe TV3-Leser, eigentlich wären die Berichte über meine Pilgerreise auf der Via de la Plata an dieser Stelle mit einer offiziellen Verabschiedung beendet. Da ich meine Pilgerreise unbedingt mit einem Besuch von Finestere (100 km) - das Ende der Welt, so glaubte man im Mittelalter - beenden wollte, werden Sie liebe TV-3 Leser auch noch Finestere miterleben. Es wird dort auch noch zu einem in einem Pilgerleben wichtigen Ritual kommen. 3-4 Tage Fussmarsch.

Das wärs für heute, hasta mañana.
Euer Peregrino Franciscum auf dem Weg nach Finestere.


Der Weg nach Finestere ans Ende der Welt. Der Vollständigkeit halber: 36. Etappe: Santiago - Negreira 22 km.       
37. Etappe: Negreira - Oliveiroa 34 km.                                 
Die Schlussetappe.
26.06.11 - 38. Etappe: Olveiroa - Finestere 38 km. 
Heute die Schlussetappe, ein etwas eigenartiges Gefühl und doch froh nach diesem langen und harten Weg. Froh auch  deshalb, weil ich mit relativ wenig Blessuren, abgesehen von der immer noch vorhanden Knochenhautent-zündung am rechten Bein, davon gekommen bin. Die Nacht in der Albergo in Oliveiro war grausam, ca 20 Pilger in einem Raum, total abgedunkelt und alle Fenster zu. Unerträgliche Temperaturen und die Luft zum Schneiden. Wehe es wagt sich einer, ein Fenster zu öffnen, ein Spanier springt sicher auf und macht es wieder zu.

OK, ich starte sehr früh, nichts wie weg hier. Die Temperaturen sind sehr angenehm. Ein kräftiger Anstieg dann auf eine Hochebene. Unterwegs ein Bar/Restaurante, hier treffen sich viele Pilger zum Kaffee, Bocadillo etc. Am Ende der Hochebene, müsste man eigentlich bereits den Atlantik sehen. Leider aber nicht, totaler Nebel bis tief ins Tal. Es geht nach Cee und dann abseits auf dem Camino Richtung Finestere. Um 15.30 Uhr erreiche ich Finestere, suche eine Unterkunft, alles OK. Der grosse Moment steht noch bevor. Um 19 Uhr laufe ich hinaus zum Kap Faro 3 km.                                  


Das Bild zeigt den Caminostein mit der Km-Gravur 0,000.
Also hier beginnt die Streckenmessung für den Camino.      


Dann das Ritual, Verbrennung der Utensilien die für mich eine besondere Symbolik haben. Meine guten Keen-Schuhe, sie haben mich schon auf dem französischen Camino begleitet, keine Blase einfach toll und mein Strohhut. Schweren Herzens, trenne ich mich von diesen Stücken.



Das Ende meines Weges auf der Via de la Plata und nach Finestere ist gekommen. Ich bin traurig/ ich bin froh. Nicht passt besser als das nachfolgende Bild: Sonnenuntergang am Kap Faro.



Liebe TV3-Leser, jeder Weg geht einmal zu Ende. Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, daß Sie mich auf dieser langen Pilgerreise begleitet habe. Ich hoffe es hat Ihnen Spaß gemacht. Vielleicht konnte ich den einen oder andern motivieren, ebenfalls auf den Weg zu gehen. Tun Sie es, es ist ein unbeschreibliches Erlebnis.

Euer Peregrino Franciscum


TV3 an Ferry: Das ganze TV3-Team dankt dir, lieber Ferry, für fast sechs Wochen regelmässiger Berichterstattung; nicht zu vergessen die wunderbaren Fotos, die uns einen ziemlich guten Eindruck von deinem Camino vermittelt haben. Wir waren mit dir dabei auf deinem Weg, der "Via de la Plata" und freuen uns darauf, dich gesund wieder in Singen zu begrüssen: mucha suerte für deinen Rückflug.... dann bis zum Wiedersehen!!

Bild 1: © WikimediaCommons-Spain_Leon_-_Santiago_Shell-CC3.0.jpg