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21.05.2008
Manchmal können Erwachsene ganz schön grob werden Wenn sie einen überhaupt nicht leiden können und richtig sauer sind, dann sagen sie oft: „Der Teufel soll dich holen“. Aber wer genau ist mit dem Teufel gemeint? Wie sieht er aus und wo wohnt der Kerl?
Wer im Religionsunterricht ein bisschen aufgepasst hat, der weiß, dass sich angeblich tief unter der Erdoberfläche die Hölle befindet. Der Teufel, heißt es, wohnt auch da und ist sozusagen der Chef da unten. Dorthin, so wird erzählt, kommen die Menschen, die ihr ganzes Leben nur Sünden begangen haben. Heiß und ungemütlich soll es beim Teufel sein und verräuchert dazu. Na ja, ob das alles stimmt, weiß so recht keiner. Ist aber auch nicht so wichtig, wir wollen hier ja niemandem Angst machen.

Die beiden sind bestimmt Zwillinge...
Ich persönlich kenne nur einen Teufel, aber der wohnt ganz weit weg, nämlich in Australien und er lebt nur noch in einer Gegend, die man Tasmanien nennt. Also hat man das Tier, um das es hier geht, einfach den Tasmanischen Teufel genannt. Eigentlich unfair, denn der Tasmanische Teufel ist ein eher putziges Beuteltier. Wenn es ausgewachsen ist, wird es etwa so groß wie ein dicker Kater. Ansonsten hat der Tasmanische Teufel ein kohlrabenschwarzes Fell und ein paar weiße Flecken an der Kehle. Wenn er sich über irgend etwas aufregt, dann werden seine Ohren ganz rot.
Dieser harmlose Teufel schläft meistens den ganzen Tag in seiner Erdhöhle und geht erst nachts auf die Jagd. Manche Menschen behaupten, der Tasmanische Teufel würde gerne kleine Lämmer und auch Hühner verspeisen. Das ist ein wenig übertrieben, denn unser kleiner Teufel vergreift sich nur an kranken und schwachen Tieren und gilt somit als eine Art von Gesundheitspolizei in Tasmanien.

Ist er nicht süss, mit seinen roten Ohren??
Die Teufelin bekommt in der Regel zwei Junge und die sind bei der Geburt so winzig, dass man sie locker in der Hosentasche verstecken könnte. Mit durchschnittlich 1,2 Zentimetern sind die kleinen Teufel nicht größer wie ein Daumennagel! Kein Mensch muss sich da fürchten. Die ersten fünf Monate liegen die Neugeborenen im Beutel ihrer Mutter, erst dann klettern sie raus und beschnuppern ihre Umwelt.
Noch ein Tipp für Euch: Wenn euch mal wieder jemand zum Teufel wünscht, dann denkt doch einfach an unseren Freund im fernen Australien.
Alle Bilder: © Prince Roy – Creative Commons Lizenz CC2.0
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