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17.01.2009
Die Osterferien stehen vor der Tür - für viele eine kleine Pause in all dem Lernstress, dem sie sich in der Schule ausgesetzt sehen. Manche von euch langweilen sich in der Schule oder finden sie einfach nur blöd. Dass es auch anders geht, zeigt die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden. Spannend geht es da zu aber auch lustig und unterhaltsam. Sitzen bleiben kann man auf dieser Schule nicht und Noten gibt es erst ab der siebten Klasse. Dennoch gehören die Schülerinnen und Schüler dieser Schule zu den besten in Deutschland. Wie geht das?
Rund 600 Schülerinnen und Schüler gehen in die Gesamtschule. Gymnasiasten, Realschüler und Hauptschüler sitzen zusammen in einer Klasse. Davon profitieren auch die schwächeren Schüler und lernen von den etwas besseren. Die Schule macht einen schon von außen an: Bunt bemalte Wände, Graffitis überall – eine Idee, die aus dem Kunstunterricht stammt. Im Schulgebäude hängen überall Bilder, gemalt von den Schülern der Helene-Lange-Schule.

Ein festes Lehrerteam begleitet die Klassen sechs Jahre lang und gelernt wird in sogenannten „Projekten“. Das bedeutet: Das gleiche Thema zieht sich durch unterschiedliche Fächer und wird so den Schülern umfassend näher gebracht. Während des Unterrichts sind die Türen offen. In der Pause geht es trotz viel Gedränge friedlich zu. Kein nerviges Geplärre, keine Prügeleien, aber viele fröhliche Gesichter und eine gute Stimmung.
Die Lehrer legen viel Wert auf „offenes Lernen“. Die Schüler können Themen vorschlagen und somit Tag für Tag eigene Ideen einbringen. Im Herbst hat sich eine 5. Klasse mit dem Waldsterben beschäftigt. Der Lehrer hat dazu Blätter von kranken Bäumen mitgebracht und alle schauen sich die Blätter unter dem Mikroskop an.
Die andere Hälfte der Klasse hat mit Filzstiften gerade Plakate beschriftet, auf denen steht: „Auch wir Kinder wollen eine gesunde Umwelt“. Mit diesen Plakaten wollen sie am Wochenende an einer Demonstration der Umweltschutzorganisation „Greenpeace“ teilnehmen. Eine Stunde später lernen die Kinder im Unterricht, wie Sonnenkollektoren funktionieren und wie man Luft und Wasser in Energie umwandelt ohne die Umwelt zu belasten. Dabei wird gelacht und gescherzt.
Eine Überraschung auch am Ende eines jeden Schultags. Während in anderen Schulen alle lärmend nach Hause strömen, holen die Schüler der Helene-Lange-Schule Besen, Putzlappen und Eimer. Das gibt’s wohl auch nur hier: Sie putzen ihre Klassenräume selbst! Damit sparen sie viel Geld und können das Gesparte für sinnvollere Dinge ausgeben. Beispielsweise haben sie schon mal 400 Euro an ein Kinderkrankenhaus in Afrika überwiesen. Helene-Lange-Schulen sollte es überall geben, denn dort macht das Lernen wirklich Spass.
Die Bilder wurden uns freundlicherweise von der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden zur Verfügung gestellt. Ein herzliches DANKE!
Foto 1: Das macht Spass – mit Boomwhackern wird hier Musik gemacht
Foto 2: Auch Bewegungsspiele gehören zum Schulalltag
Foto 3: Die Putzkolonne vom Team 2 D
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