TV3 KIDS: Der Wirbelsturm-Jäger
20.08.2007

TV3 KIDS: Der Wirbelsturm-Jäger

Schon seit Jahrhunderten haben viele Länder immer wieder unter verheerenden Naturkatastrophen zu leiden: Überschwemmungen, Vulkanausbrüche oder Erdbeben verwüsten ganze Landstriche. Aber vor allem gewaltige Wirbelstürme sind es, die weltweit für Angst und Schrecken sorgen. Wenn ein solcher Sturm mit einer Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern über das Land fegt, kann er Hausdächer abdecken, Autos durch die Luft „wirbeln“ oder mit Leichtigkeit große Bäume umknicken. Als es noch keine genauen Wettervorhersagen gegeben hat, wurden die Menschen oft von den Wirbelstürmen überrascht und überlebten sie meistens nur mit viel Glück.

Heute ist das anders, denn über sogenannte Satelliten im Weltraum können Wirbelstürme, die man in Amerika auch „Hurrikans“ nennt, frühzeitig erkannt werden. Schnell wird daraufhin die Bevölkerung gewarnt und darüber informiert, wo der Sturm am stärksten wüten wird. Wer noch genügend Zeit hat, sichert sein Haus, packt die wichtigsten Sachen ein und flieht in eine Gegend, die der Wirbelsturm voraussichtlich verschonen wird.

Wenn die Bevölkerung schleunigst das Weite sucht, beginnt für die „Hurricane hunters“, die Wirbelsturm-Jäger, ihre gefährliche Arbeit. Um genau heraus zu finden, in welche Richtung der Sturm dreht, wie stark und wie schnell er sich fortbewegt, steigen sie in ein Spezialflugzeug und fliegen direkt auf den Hurrikan zu. Es klingt verrückt, aber sie müssen in das Innere des Sturms, nur dort bekommen sie die Informationen, die sie brauchen. Also bohrt sich ihr schweres Flugzeug durch gewaltige Wolkenwände und wird mächtig durcheinander geschüttelt. Enorme Luftmassen drücken auf den Flieger und wirbeln mit einem höllischen Tempo hin und her, die Sicht ist gleich Null. Dann plötzlich wird es ganz ruhig, die hurricane hunters sind im Auge des Wirbelsturms.

Nun messen sie alle zwei Sekunden die Windrichtung, die Feuchtigkeit und den Luftdruck des Monster-Sturms und melden ihre Ergebnisse laufend an die entfernte Kommando-Zentrale auf dem Land. Dort werden die jeweils aktuellsten Informationen über Supercomputer verarbeitet und an die Wetterstationen weiter gegeben.

Bis zu zwölf Stunden bleiben die Besatzungen der Wetterflugzeuge bei ihren riskanten Einsätzen in der Luft. Dabei fliegen sie bis zu vier Mal durch das Auge des Sturms. Wenn sie zurück kommen, werden sie oft wie Helden gefeiert. Denn die Menschen wissen: Ohne die Arbeit der mutigen Männer würde sie jeder Wirbelsturm noch viel schlimmer treffen.


STÜRME WELTWEIT
Für einen Wirbelsturm, manchmal auch Tornado genannt, gibt es weltweit unterschiedliche Bezeichnungen. In Mittel- und Nordamerika nennt man sie Hurrikans. Insbesondere die karibischen Inseln und die südliche Ostküste Amerikas werden oft von Hurrikans heim gesucht.

Im asiatischen Bereich, und da vor allem auf den Philippinen, in Japan und China, bezeichnet man sie als Taifune. Im Indischen Ozean und vor der Ostküste Australiens kennt man sie als Zyklone.

Als Orkan bezeichnet man jeden Sturm, der eine Geschwindigkeit von mindestens 117 Stundenkilometern hat.

Der Copyrightholder des Fotos ist nicht ermittelbar, denn Amphalon schreibt als Bildunterschrift: "not me, form an email" - wir bitten ihn, sich zu melden, dann wird sein Name gerne genannt.