Die Hegau Bodensee Galerie präsentierte bis zum 15. Mai 2011
im Anbau des Hegau-Towers 3 bekannte Künstler aus der Region:
Der Metallbildhauer Harald Björnsgard schweißt sich eine neue Welt zusammen:
Seit nunmehr zehn Jahren hat der gelernte Schlosser und Restaurator das Metall
als künstlerisches Ausgangsmaterial für sich (wieder) entdeckt, genauer gesagt den
Stahl. Der gesamte Schaffensprozess entspricht letztlich einer Metamorphose, eines
wieder neu Zusammenfügens, einer magischen Wiederauferstehung, die ausgehend
von der bewussten Destruktion, der Zerstückelung, neue, ungeahnte Formen und
Gestaltungen hervorbringt.
Die Skulpturen von Alexander Weinmann sind Mahnmale einer geschundenen Welt.
Da gestaltet einer Kunstobjekte aus Industriemüll und Holz, dem ursprünglichen Kontext
entrissen und in verblüffender Formsprache neu arrangiert. Manche dieser, auf Stelen
ruhenden Figuren, beeindrucken den Betrachter durch eine faszinierende, archaisch
anmutende Ausstrahlung. Sie erinnern an Totempfahle oder rätselhafte Standbilder von
Göttern aus der frühen Geschichte der Menschheit.
Die jüngsten Arbeiten von Antonio Zecca setzen sich thematisch mit dem aktuellen
Befreiungskampf in den nordafrikanischen Staaten auseinander. Dabei greift Zecca auf
malerische Chiffren aus dem Formenkanon alter italienischer Meister zurück, deren
Symbolik er wie kunsthistorische Wegzeichen ins Bild setzt und so seine Arbeiten
zusätzlich mit allegorischer Spannung auflädt.
Textauszüge: Sigi Fastus
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2. Ausstellung in der Hegau-Bodensee-Galerie
ebenfalls mit Werken von Björnsgard, Weinmann und Zecca
Singen, Ekkehardstraße 101
Ausstellungsdauer: 14.05.-18. Juni 2011
Fotos: © Roswitha Bosch
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