Pippo Pollina in Allensbach

Wie gut, dass es am 12. August nicht geregnet hat, denn die 1800 Fans, die einen
der besten Songpoeten Italiens hören wollten, hätten im Pfarrheim draußen vor der
Tür bleiben müssen. So aber, an einem der schönsten Sommerabende mit romantischem
Sonnenuntergang, wurde das Gelände rund um die Bühne im Seegarten zum idealen Ort für
alle, die mitfeiern wollten, bei 20 Jahre ALLENSBACH HAT’S - "umsonst und draußen".
Sie waren allein gekommen, zu Zweit, in Grüppchen oder mit der ganzen Familie – mit Decken
und Picknickkörben – es wurde ein richtiges Fest am See.

Begleitet wurde Pippo Pollina, der italienische Cantautore, von dem sympathischen Schweizer
Gitarristen Jean-Pierre von Dach. Pippo scherzte, "sieht er nicht aus wie Johnny Depp?"
Der Angesprochene strahlte, riss in Siegerpose beide Arme hoch und das Publikum klatschte.

Musikalisch gab der Mann aus Palermo alles. Die Stimme des 46-jährigen "Pippo", eigentlich
Guiseppe, kann feurig sein, zartschmelzend, aber auch wütend und anklagend, wenn er ein
Arbeiterlied oder seinen berühmten Partisanen-Song "Bella Ciao" singt, der mit der Zeile endet:
Morto per la libertà - gestorben für die Freiheit...


Fotos: © Roswitha Bosch