TAG DER OFFENEN TÜREN (14. Mai) im Neuwerk in Konstanz
Am 7. Mai ist die Ausstellung »Baustelle 4« in der NEUWERK Kunsthalle eröffnet worden, am 15.05.
war sie letztmals zu sehen. Die Arbeiten stammen von vier Studentinnen verschiedener Kunstakademien.  

Helga Sandl, Kunsthistorikerin, hielt die Eröffnungsrede. TV3-online bezieht sich auszugsweise
auf diese Rede.

Claudia Merk gestaltete szenische Handlungsräume. Immer wieder benutzt sie als Vorlage alte
Fotografien aus dem Familienalbum. Kleidung oder Milieu lassen jedoch nur eine grobe Einordnung
erahnen. Es findet keine eindeutige Zuschreibung statt…
Lena Kiss benutzt für ihre Arbeiten Püppchen oder Bärchen. Auf einer Holzstele hängt ein lebloser
Körper, dahinter gibt es einen handtellergroßen Bilderrahmen, der Text im Bild lautet »I tried, I tried,
I‘m tired.« Die harmlosen Püppchen haben ihre Unschuld verloren, die Künstlerin demontiert die
Sinnbilder der Kindheit…
Katharina Schödel hat in ihren großformatigen Bildern einen Ausdruck für die Leere gefunden.
Die dargestellten Personen blicken mit ausdruckslosen Minen ins Nichts. Die Personen in den Bildern
berühren sich nicht, es entsteht kein Kontakt…
Die Installationen von Moni Heigl fallen auf: Eine weiße Wand, davor ein Sammelsurium von Weg-
geworfenem, das von der Decke hängt. Jeweils unter Skiliften wurden die Gegenstände gesammelt
und schichtweise so aufgehängt, wie sie unter dem Schnee zum Vorschein kamen…

Einladungskarte zur Baustelle 4 - Davor Ljubicic:
Die Suche und das Recht auf Scheitern und darauf, sich nicht dem Kunstmarkt-Diktat unterordnen
zu wollen, sind und bleiben wichtige Voraussetzungen, auch in der diesjährigen Ausstellung »Baustelle 4«.


Fotos: © Roswitha Bosch