Konstanz: Mahnmal für Georg Elser an der Schwedenschanze enthüllt
Georg Elser hat sieben Jahre in Konstanz gelebt. Obwohl er aus einfachen Verhältnissen
stammte, erkannte er schon früh, dass Deutschand mit Hitler auf einen Krieg zusteuern
werde. Diesen Krieg wollte er verhindern. Der geniale Tüftler höhlte in dreißig Nächten
eine Säule hinter Hitlers Rednerpult im Münchner Bürgerbräukeller aus. Der Sprengsatz
detonierte jedoch 13 Minuten zu spät – ausnahmsweise hatte Hitler die Versammlung
vorzeitig verlassen, um rechtzeitig wieder in Berlin zu sein. Elser wurde bei seinem Flucht-
versuch nahe der Schweizer Grenze verhaftet und in den letzten Kriegstagen erschossen.
70 Jahre nach Elsers Verhaftung ist am 8. November, im Garten an der Schweden-
schanze, ein Mahnmal des Radolfzeller Bildhauers Markus Daum enthüllt worden, eine
eindrucksvolle Porträt-Büste des mutigen Einzelgängers Elser. Mehrere hundert Interessierte
waren zum Festakt in die neu renovierte Dreifaltigkeitskirche gekommen. Auch bei den
Initiatoren und Wegbegleitern des Projekts gab es zufriedene Gesichter. Museumsleiter
Tobias Engelsing, Historiker Prof. Lothar Burchardt, Bürgermeister Claus Boldt, Bildhauer
Markus Daum und Elsers Schwiegertochter Isolde Bühl freuten sich über das gelungene Werk.
Georg Elser – der Einzeltäter --> HIER
Fotos: © Roswitha Bosch








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