Hemmenhofen - Höri
Seit 1974 gehört Hemmenhofen zur Gemeinde Gaienhofen und hat heute ca. 600 ständige Einwohner sowie etwa 285 Zweitwohnungen. Seit 1976 trägt die Gemeinde die Auszeichnung »staatlich anerkannter Erholungsort«. Das Klima auf der Halbinsel Höri ist mild, da sie vom Bodenseewasser umflossen wird, das im Winter wie ein Wärmespeicher wirkt. Die Schiffsanlegestelle wird von Frühjahr bis in den Herbst hinein in regelmäßigem Turnus von Kursschiffen angefahren. Sehenswert ist der 1603 errichtete Torkelbau, der früher als Zehntscheuer und Kelter genutzt wurde und zum Kloster Feldbach gehörte. Die gesamte Halbinsel Höri war zur Zeit des Nationalsozialismus Rückzugsort für viele Künstler wie Hermann Hesse, Otto Dix, Erich Heckel, Helmut Macke, Curth Georg Becker – um nur einige zu nennen. Das Haus des Malers Otto Dix in Hemmenhofen, der von 1936 bis zu seinem Tode 1969 hier lebte und arbeitete, ist heute ein vielbesuchtes Museum, einige seiner Werke können dort besichtigt werden. Das Hermann-Hesse-Höri-Museum wurde im ehemaligen Wohnhaus des Dichters in Gaienhofen eingerichtet. Die höchste Erhebung ist der Schiener Berg (708 m ü. NN), niedrigster Punkt das Ufer am Untersee (395,7 m ü. NN).

Im Volksmund gibt es eine hübsche Erklärung, woher der Name Höri kommt: er leitet sich aus einem erschöpften Ausspruch des Schöpfergottes zum Abschluss der Erschaffung der Welt her (in seealemannischem Dialekt): „Jetzt hör i uff!“-„Jetzt hör' ich auf!“ – Dass er mit letzter Kraft ein so schönes Fleckchen Erde erschaffen hat… dafür sind ihm Einheimische und Feriengäste heute noch dankbar!

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