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15.12.2009
Experten-Tipps: Bleiben Sie gesund - Folge 9Bewegung und Abbau von Übergewicht - In Deutschland gibt es derzeit etwa 7 Millionen Menschen mit Diabetes - die Tendenz ist steigend. Bei Menschen mit Diabetes ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht. Das liegt entweder daran, dass die Bauchspeicheldrüse gar kein Insulin mehr herstellen kann oder dass zuwenig Insulin bereitgestellt wird. Im ersteren Fall spricht man von Diabetes mellitus Typ 1, im zweiten von Diabetes mellitus Typ 2. Den Typ-1-Diabetes kann man nur mit Insulin behandeln. Beim Typ-2-Diabetes kann man durch eigene Anstrengung einiges tun, bevor Medikamente oder Insulin zum Einsatz kommen. Der Typ-2-Diabetes ist mit etwa 90 Prozent die häufigste Diabetesform. Insulin ist ein Hormon, das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse hergestellt wird. Seine wichtigste Funktion besteht darin, den Brennstoff Traubenzucker aus dem Blut in die Körperzellen einzuschleusen. Haben wir kein Insulin oder zu wenig davon, steigt der Blutzuckerspiegel an und der Muskulatur fehlt ihr wichtigster Brennstoff. Der überhöhte Blutzuckerspiegel seinerseits richtet auf Dauer schwere Schäden im Körper an: Netzhautschäden am Auge, die zur Erblindung führen können, Nierenschäden bis hin zum Nierenversagen und eine Schädigung der Nerven, v. a. an den Füßen, die quälende Schmerzen und schlecht heilende Wunden zur Folge haben können. Auf der anderen Seite ist das Fettgewebe geradezu ein Gegenspieler des Insulins. Im Fettgewebe werden zahlreiche Substanzen produziert und ins Blut abgegeben, die die Insulinwirkung an den Zielzellen behindern. Um den Zucker aus dem Blut in diese Zellen einzuschleusen, ist daher bei Übergewicht ungleich mehr Insulin erforderlich. Dadurch werden die β-Zellen der Bauchspeicheldrüse vermehrt beansprucht und vorzeitig zum Versiegen gebracht. Dr. Wolf-Rüdiger Klare, Chefarzt und Leiter des
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