BUCHTAUFE "Das Pferdchen" - im Theater an der Grenze, Kreuzlingen

Nicht einer der 99 orangeroten Schalensessel im Theater an der Grenze war leer geblieben.
Mit kräftiger, dunkler Stimme und leichtem Prager Akzent las Jens A. Koemeda aus seinem
neuen Werk. Der Akkordeonvirtuose Goran Kovacevic begleitete diesen Anlass mit schwer-
mütigen Improvisationen und musikalischen Stimmungsbildern, die zum Teil auch auf seiner
CD "Passion" nachzuhören sind. Gudrun Schnekenburger stellte den Autor und sein neuestes
Buch vor.

"Das Pferdchen" ist ein Roman über Liebe, Enttäuschung und das Suchen nach Lebenssinn
und Glück. Darüber hinaus will das Buch dazu beitragen, dass Leserinnen und Leser, in deren
Umgebung seelisch Erkrankte leben, diese Menschen anders verstehen. Dennoch ist "Das
Pferdchen" alles andere, als ein medizinisch-belehrendes Werk. Auch wenn Jens A. Koemeda
Arzt und Psychoanalytiker ist, die Situationskomik in einzelnen Szenen ist unübersehbar. Die
Geschichte beginnt wie ein Paukenschlag, der Leser wird mitten in die Erzählhandlung hinein
katapultiert...

Fotos und Text © Roswitha Bosch