50 Jahre Volksbank Hegau
Vor genau 50 Jahren, Singen hatte 33.000 Einwohner, wurde die Volksbank Singen
von Bürgern aus der lokalen Wirtschaft als Genossenschaftsbank gegründet.
Der Rückblick des Aufsichtsratvorsitzenden Bernhard Hertrich zum 50-jährigen Bestehen
zeigte deutlich die positive Entwicklung. Von Dezember 1960 bis September 1961 stiegen
die Einlagen auf mehr als das Doppelte, die Zahl der Mitglieder lag bei 410. In nur 16 Jahren,
zwischen 1961 und 1977, lagen die Fixpunkte der Expanisonskurve zeitlich nur unwesentlich
auseinander: 1961 Zweigstelle Gottmadingen, 1964 Filialen Rielasingen und Gailingen, 1965
Umzug in die Hauptstraße Singen, 1977 Einweihung des Neubaus Singen-Süd (Güterstraße).
1998 Zusammenschluss der Volksbanken Singen und Engen. Seit 2006 lautet die Bezeichnung
Volksbank Hegau eG. In der neuen Namensgebung zeigt sich die Verbundenheit der Bank
mit ihrer Region.
In einer Zeit, in der das Vertrauen zu den Banken durch die Finanzkrise grundlegend erschüttert
wurde, sei es gut zu wissen, dass regionale Banken wie die Volksbank, eine vorsichtige Anlage-
politik betrieben hätten. Zwar müsse jede Bank Geld verdienen, so OB Oliver Ehret, aber „die
Weltwirtschaft ist doch kein globales Spielcasino“, merkte er mit einem Seitenhieb auf die Groß-
und Landesbanken an. Ehret beglückwünschte die beiden Vorstände der Volksbank, Roland
Striebel und Daniel Hirt, zu ihrem Geschäftsmodell, denn »es taugt auch für unsere Zukunft«.
Ehrenurkunden erhielten die drei anwesenden Männer der ersten Stunde, Georg Netzhammer,
Horst Frommherz und Manfred Schöffling. Finanzminister Willi Stächele beeindruckte als Festredner
mit seinem informativen und lockeren Vortrag, ohne die momentanen Engpässe der Kommunen
und des Landes schönzureden.
Fotos + Text: © Roswitha Bosch


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