Dr. Frank Weigelt (vhs Stockach) überreicht dem Künstler einen Herbst-Blumenstrauss

Kirstin Meditz,  (li.) im Gespräch mit Nikola Ferling (1. Vorsitzende der vhs)

Dr. Frank Weigelt, vhs Stockach (li.) und KT Brandstetter der Künstler

Die Fotografien dieser Ausstellung, Motive aus den europäischen Politik- und Finanzmetropolen Luxembourg und Frankfurt am Main, widmen sich dem Kontrast zwischen »oben« und »unten«.

Und so stellt der Fotograf vom 9. September bis 17. Dezember unter dem Titel »Die Farben der Macht« Arbeiten vor, die nicht nur abbilden, sondern auch Stellung beziehen. Abseits der bunten Prospekte, die für potenzielle Kunden oder Wähler hergestellt werden, dort, wo Macht sich konzentriert, geht es eher unbunt zu. Schwarz und Weiß herrschen vor, durchmischt von gelegentlichem Blau.

Fünfeinhalb Jahre hatte der Künstler zuvor als Grafiker und Autor für eines der Finanzhäuser im Frankfurter Bankenviertel gearbeitet, Jahre, die ihm Einblicke in die Welt des großen Geldes bescherten. Entstanden sind die Arbeiten 2015 während eines mehrtägigen Künstlersymposiums in Luxembourg-Stadt, wo sie auch Teil einer Installation zum Luxemburger Stadtfest waren.


Ergänzt wurden sie im gleichen Jahr durch Aufnahmen in Frankfurt am Main, das nicht nur die deutsche Geldmetropole, sondern auch Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und damit des geldwirtschaftlichen Zentrums Europas ist.

Hier zitiere ich den Künstler KT BRANDSTETTER aus seiner Eröffnungsrede:

„Architektonisch besticht der Kirchberg in Luxembourg durch das Nebeneinander kubischer Zweckbauten und sehr freier und kühner Linienführung bei Bauten, die im weitesten oder im engeren Sinne der Kultur zuzurechnen sind.

In jedem Winkel aber, in jeder Spiegelung und in jeder Bogenführung spürt man: Hier geht es um Macht. Der Architekt setzt sich ein Denkmal, der Statiker nicht minder, der Hersteller spezieller groß-flächiger Glasfronten, der Lieferant hochkomplizier-ter Beton- oder Stahl-Formteile. Und in der Summe all dieser einzelnen Dienstleistungen vernimmt man deutlich die Duftmarke des Auftraggebers.“

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der vhs zugänglich.
6 Fotos von der Vernissage: © Roswitha Bosch, TV3


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